Thunderbird als Outlook-Ersatz

Ich wollte mich schon länger von Microsoft Office verabschieden, habe aber wegen Outlook lange gezögert. Word, Excel und Powerpoint (wer’s braucht) lassen sich prima durch Open Office ersetzen. Nur für Outlook fehlte bislang ein Ersatz, der mit Thunderbird ab Version 3 nun wohl als gefunden gelten kann. Vorausgesetzt, man hat die notwendigen Add-ons installiert und kann mit ein paar Einschränkungen leben.

Neben dem Ersatz von Outlook ging es mir aber auch darum, Kontakte, Kalender und Notizen zwischen Windows, Linux (Ubuntu) und meinem iPhone zu synchronisieren. Am einfachsten geht das wohl mit einem Google-Account. Über dieses Konto nutze ich GMail für die Kontakte und Notizen und den Google Kalender. Das Google-Konto dient dabei eigentlich nur als zentrale Speicher. Die Web-Interfaces kann man natürlich nutzen; es ist aber nicht notwendig.

Hier die Lösung:

Thunderbird 3.1 mit den Add-ons Lightning (Kalender) und dem Provider for Google Calendar (zum Synchronisieren des Kalenders; wenn man nicht zwischen Linux und Windows synchronisieren muss, kann man auf dieses Add-on auch verzichten). Kontakte und den Google-Kalender kann man bequem mit dem iPhone synchronisieren. Das klappt auch mit Notizen, wenn diese in einem IMAP-Ordner verwaltet werden. Das muss natürlich nicht unbedingt das GMail-Konto sein.

Um die Kontakte zwischen Linux und Windows zu synchronisieren, kann man zum Beispiel das Add-on Zindus verwenden. Bei Thunderbird 3.1 ist es bereits vorinstalliert.

Fehlen nur noch die Aufgaben. Hier bietet sich Toodledo an, aber da dieser Bereich  für mich im Moment keine Priorität hat, habe ich mich noch nicht entschieden.

Jetzt bin ich gespannt, wie sich das über die nächste Zeit bewährt!

Daten synchronisieren

Jeder, der mit mehr als einem Computer arbeitet, kennt das Problem: Wichtige Dateien sollten auf allen Geräten verfügbar sein und stets den gleichen Stand haben. Ein Memory-Stick ist da die aufwändigste Lösung.

Leichter geht es mit Dropbox, das nun endlich auch für das iPhone erschienen ist. Über einen zentralen Server, auf dem man kostenlos 2GB parken kann (mehr kostet dann halt ein paar Dollar), werden die Daten eines bestimmten Verzeichnisses zwischen allen angemeldeten Geräten synchronisiert. Egal, ob Windows, Mac, Linux oder iPhone!

Zusätzlich gibt es noch ein Web-Interface, über das man die Daten betrachten und organisieren kann. Alle Änderungen werden natürlich sofort überall synchronisiert, was auch bei großen Dateien sehr schnell geht, da immer nur die Differenzen übertragen werden.

Außerdem können einzelne Dateien oder Verzeichnisse „öffentlich“ gemacht und so mit Dritten ausgetauscht werden.

Nützlich ist auch die Möglichkeit, ältere Versionen einer Datei wieder zugänglich zu machen. Dropbox arbeitet hier wie ein Versionierungssystem und speichert alle Änderungen.

Insgesamt ein wirklich nützliches Tool, dass ich unbedingt empfehlen kann.
(Außerdem erweitert sich mein kostenloser Speicherplatz um jeweils 250 MB für jeden neuen Benutzer, der sich über diesen Link registriert!)